Luxus im Wandel

Juli 2, 2008

Also hab am Wochenende nen Text gelesen der vom heutigen Luxusbild handelte. Leider weiss ich nicht mehr wo und in welchem Blatt ich das getan hab. Auf jedenfall wurde in dem Text davon geredet, dass sich heutzutage jeder irgendewie Luxus leisten kann, jeder hat die Möglichkeit sich ne Prada Tasche zu leisten oder Urlaub im Ausland zu machen. Is meiner Meinung nach richtig, ich mein ich hab Kameratechnik im Wert von mehreren tausend Euro, könnt ich mir so nicht nochmal leisten…also Luxus?! Man kommt durch verzicht zum gewünschten Ziel. Ausserdem macht es die Wirtschaft durch das grosse Angebot möglich, relativ leicht an Luxusgüter zu kommen.

In dem Text heisst es weiter, dass sich der Luxus heute eher dadurch zeigt mit wem man verkehrt und in welchen Kreisen man sich bewegt. Ausserdem stand da noch, dass sich die Kluft zwischen dennen, die sich den Luxus leisten und den anderen, wieder vergrössert.

Vielleicht fällt mir ja ein wo ich den gelesen hab…dann gibts genauere Infos!

Die Macht der Sprache

Juni 10, 2008

Artikelauszug aus http://www.3sat.de/3sat.php?http://www.3sat.de/delta/86411/index.html

Die Macht der Sprache

Doch eine Macht überstrahlt alle anderen: Die Macht der Sprache, die Macht durch Sprache, die Macht mit Sprache, die Sprachmacht, die selbst Bucklige schön macht, die Sprache, die verführt, berührt, verklärt, verkehrt, verdreht, die träumt, mordet, wünscht, sehnt, zum Lachen und ums Leben bringt, die Schatten wirft und Sonnenstrahlen auf leuchtende Gesichter, die Sprache, die Welten erfindet und nie verloren geht, die selbst noch spricht, wenn sie schweigt. Die Macht Shakespeares, Sätze geschrieben zu haben, die zugleich Stille sind und der Sturm, den er wie kein anderer immer wieder neu in uns entfacht

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Ein paar Gedanken über die Frage, warum manche Dinge glänzen.
Und andere nicht.Auszug aus der Brand eins


Text: Arnd Joachim Garth

Was bedeutet Luxus? Im Lateinischen stand es für Üppigkeit. Botaniker meinen immer noch genau dies, wenn sie vom Luxurieren, von üppigem Pflanzenwuchs, sprechen. Doch schon im aktuellen Duden ist alles ganz anders. Da steht Luxus für Verschwendung und Prunksucht. Das sind wenig schöne Angelegenheiten, außerdem lässt die Definition außer Acht, dass Luxus für den einen die Villa am Meer ist und für den anderen die seltene Gelegenheit auszuschlafen.

Vielleicht muss man Luxus neu denken. Nahe liegend wäre es etwa, die Einheit der Beleuchtungsstärke, das Lux, dafür heranzuziehen. Dann könnte man mit einem Luxmeter zum Beispiel die Strahlkraft einer Luxusmarke überprüfen.

Ein Rolls-Royce hat mehr Lux als ein Maybach, obwohl der Maybach mehr materiellen Luxus bietet als der Rolls-Royce. Wenn wir über Luxusmarken reden, sind also Emotionen im Spiel. Ein Lächeln: 100 Lux, Erregung: 500 Lux. Und was ist mit jenen, die dauerhaft unter Strom stehen, voll ausgeleuchtet?

„Luxus ist jeder Aufwand, der über das Notwendige hinausgeht“, schrieb Werner Sombart in seinem 1922 neu aufgelegten Klassiker „Liebe, Luxus und Kapitalismus“. Früher wurden damit vor allem negative Inhalte verbunden wie Übermäßigkeit, Prunk, Protzerei, Ausschweifung und Zügellosigkeit. Alles in allem war immer ein quantitatives Verständnis von Luxus gemeint. Heute werden mit Luxus vielfach positive Wertungen verbunden: guter Geschmack, Eleganz, Wohlstand. Bei all dem geht es um Qualität. Luxusgüter sind der Gegenpol zu den notwendigen Gütern des täglichen Bedarfs. Luxus ist nicht Grundversorgung. Und doch sind Luxusgüter ebenfalls eher Gebrauchs- denn Verbrauchsgüter. Denn der Luxus, so zeigt sich, ist wandelbar. Was für Oscar Wilde Luxus war, ist heute für Lieschen Müller selbstverständlich und üblich. Bleiben wir im Heute……

Des Kaisers neue Kleider

Eine Luxusmarke ist oft eine Marke mit sehr hohem Bekanntheitsgrad. Luxusmarken sind Vorreiter der Globalisierung, da sie bereits auf der Welt verbreitet waren, als in den Köpfen der Zielgruppe gerade dieser Luxusmarken das wirtschaftliche Zusammenwachsen der Welt noch ein Hirngespinst war. Häufig ist die Relation von vergleichsweise geringem funktionalen Nutzen zum Preis rational nicht erklärbar: Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist oft so rätselhaft wie bei des Kaisers neuen Kleidern. Denn der eigentliche Wert der Luxusmarke sind Status und Prestige. Genau da sind wir wieder bei den Emotionen, die in Lux gemessen werden sollten, um die Strahlkraft großer Luxusmarken auf ihre Besitzer zu erkennen.

Luxusmarken strahlen den potenziellen Kunden an. Sie verlocken zu „demonstrativem Konsum“, wie es Thorstein Veblen genannt hat, der Analytiker der feinen Leute. Und daraus wird automatisch gesellschaftliche Referenz: Den Anschein von Erfolg, Einzigartigkeit und Schönheit ruft das hervor und auch Neid. Gerade der Neidfaktor ist wichtig, um die Prestigefunktion des Luxusmarkenbesitzers herauszustellen. Luxusmarken funktionieren und harmonieren als Identifikationsmedium.

Premium und Luxus

Dress-Code, Statussymbol und Privileg sind die Begriffe, die den Gebrauch eines Luxmeters erforderlich machen. Wie viel Lux beträgt der Abstand von Luxus- zu Premiummarken? Reichlich, wie Jeffrey L. Scott, Geschäftsführer Jaguar Deutschland, betont. Auf die Frage, was die Marke Jaguar von anderen Premiumanbietern aus München, Stuttgart oder Ingolstadt unterscheide, antwortete er: „Der Unterschied ist die Leidenschaft und der Enthusiasmus, die wir als Luxusmarke von unseren Kunden bekommen.“ Beim Verkauf eines Jaguars gehe es nicht darum, die Technik zu erklären oder Extras zu verkaufen – das zu vermittelnde Gefühl sei: Ich habe das schönste Auto der Welt. „Da liegt der Unterschied: Der Jaguar ist ein Luxuswagen, kein Premiumwagen.“

Aha. Mercedes-Benz wäre demnach also kein Luxus, sondern Premium. Ein Bentley hingegen Luxus, BMW Premium. A. Lange & Söhne bedeutet: Luxus. Omega: Premium. Moncler, italienischer Hersteller von Winterbekleidung, ist Luxus. Und Rosner? Nun gut, Premium.

Was aber bedeutet Premiummarke? Das sind Marken des Massenbedarfs, die im oberen Preis- und Qualitätsbereich angesiedelt und auf Markenkäufer im Erlebnishandel ausgerichtet sind. Und was sagt uns das Luxmeter darüber?

Während allgemein bekannt ist, dass der Premiummarke eine erhebliche Bedeutung für das Unternehmen zukommt und Marken zum Teil beträchtliche Anteile am Unternehmenswert haben, wird die Ermittlung des tatsächlichen Wertes einer Marke oft vernachlässigt. Eine im Jahr 2003 durchgeführte Studie der Fachzeitschrift »Marketingjournal« in Zusammenarbeit mit der Universität Berlin kommt zu dem Schluss, dass zwar mehr als 70 Prozent der befragten Experten der Markenbewertung eine hohe Bedeutung zumessen. Aber: Nur weniger als 20 Prozent waren mit den gängigsten Verfahren dazu vertraut. Und nur zwei Prozent wenden die eine oder andere Methode in der Praxis an.

Messen und fühlen

Das heißt nichts anderes, als dass sich die für Premiummarken Verantwortlichen eher aufs Gefühl verlassen, über Subjektivität reden – und heftig darüber debattieren, welches Verfahren zur Markenwertmessung das richtige ist.

Tatsächlich gibt es dazu kein einheitliches Verfahren, sondern vielmehr eine ganze Bandbreite meist sehr subjektiver Modelle, die den Wert der Marke ganz unterschiedlich berechnen. Mehr als 30 Anbieter in Deutschland verwenden unterschiedliche Verfahren, die naturgemäß 30 abweichende Ergebnisse für ein und dieselbe Marke liefern.

Der Wert der Marke VW wurde im Jahr 2003 von der Semion Brand Broker GmbH mit 18,9 Milliarden Euro beziffert, während die BBDO Consulting GmbH den Wolfsburgern einen Wert von 15,7 Milliarden Euro zuschreibt. Die Interbrand-Bewertung zum gleichen Thema geht von 6,1 Milliarden Euro aus. Auch BMW wurde im Jahr 2003 von den genannten Markenbewertungsverfahren mit Abweichungen von mehr als sieben Milliarden Euro eingestuft.

Im Land der Luxusmarken aber geht es weniger um Bewertungen als um den Zauber, den sie auf einen großen Teil der Menschen ausüben, die sich nach Gediegenheit sehnen und dies in den Marken spüren wollen. Wie viel dabei an Wünschen und Sehnsüchten zu Tage tritt, zeigt die Eisberg-Theorie. Diese Theorie sagt, dass wir unsere Entscheidungen zu 80 bis 90 Prozent aus emotionalen Gründen heraus fällen. So wie beim Eisberg bis zu neun Zehntel unter der Wasserlinie liegen, sind unsere Entscheidungen im Meer der Gefühle verborgen. Doch dieser verborgene Teil entscheidet bei uns über Luxus oder Premium.

Dabei drängt sich der Verdacht auf, dass der Begriff der Premiummarke letztlich nur dazu benutzt wird, um im Massengeschäft Prestige-Hierarchien über ganze Marken hinweg zu etablieren. Auf der einen Seite die Brot-und-Butter-Marken, auf der anderen die Premiummarken, die zwar genauso in riesigen Stückzahlen erzeugt und verkauft werden, aber dennoch etwas Besonderes darstellen sollen. Dazu müssen sie teurer sein, was jedenfalls für Preispolitiker kein arges Problem darstellt. Eine bessere Qualität sollen die Premiums wenigstens suggerieren. Um diese Marken herum schafft man ein wenig Erlebniseinkauf. Und schon hat man eine Premiummarke.

Der Wert ist der Luxus

Ganz anders die Luxusmarke. Sie schafft eigene Wertvorstellungen und demonstriert zugleich die Zugehörigkeit zu einer sozialen Klasse oder Gruppe als Status- und Prestigefunktion. Die Yuppies der achtziger Jahre begannen – mangels politischer und gesellschaftlicher Vorbilder – Porsche, Chanel und René Lezard zu ihren Leitbildern zu machen. Die Vorbilder für nie nachlassende Energie hießen Lotus und Ferrari. Die IT-Branche übernahm in den neunziger Jahren diese Vorbilder. Das Leben entwickelte sich mangels echter Vorbilder und fehlender Werte praktisch wertfrei.

Heute schauen wir genauer hin – und je nach sozialem Status auch gelassener oder neidischer auf Luxusmarken und die Etablierten, in deren Leben sie real sind. Wer mit Luxusmarken lebt, ist ein von Werten umgebener Mensch, an den sich die Hoff-nung knüpft, er könne auch selbst welche besitzen. Auch Hoff-nung gehört zu den Emotionen unterhalb der Wasseroberfläche. Dorthin dringt wenig Licht, ein Luxmeter würde wenig nützen.

Man kann in Luxus hineingeboren werden. Man kann ihn erwerben und versuchen, selbst Luxus zu sein. Was Sie sich wert sind, gravieren Sie sich ins Herz. Joe Cocker sang über sich selbst: „Luxus, den du dir leisten kannst.” –

luxus macht einsam

Juni 3, 2008

In der Nähe von Marfa im US-Bundesstaat Texas verkauft die Dekadent-Marke Prada ein breites Angebot an Taschen, Schuhen und Geldbörsen. Der Laden liegt am Highway 90 und ist kaum zu übersehen

ZITAT aus

http://www.3sat.de/3sat.php?http://www.3sat.de/vivo/122117/index.html

was ist luxus?

Wichtiger als der Besitz, als das Haben, ist das Zeigen des Reichtums

Luxus steht für Ausschweifung und Dekadenz, für Verschwendung und Überflüssiges. Luxus gab es zu allen Zeiten und schon immer war es erstrebenswert, sich mit den vermeintlich schönen Dingen zu umgeben. In einer materialistischen Welt, die keine Götter mehr kennt, ist Luxus Ersatzreligion.

Früher waren teure Luxuswaren nur einer kleinen Schicht von Reichen und Adligen vorbehalten. Der Wunsch nach Zucker, Kakao und exotischen Gewürzen führte zu einem folgenreichen Handel. Noch heute kurbeln Luxusgüter, die für die Mehrzahl der Menschen nicht erschwinglich sind, die Wirtschaft an. Luxus ist immer relativ. Er unterscheidet sich je nach Gesellschaft, Epoche und Weltgegend. Was gestern Luxus war, muss es heute nicht mehr sein. Der schöne Schein ist charakteristisch für die Welt des Luxus. Schillernd, extravagant und frei von jedem Nutzen.

Luxus ist nicht mehr allein den Superreichen vorbehalten. Auch die breite Masse darf in Teilen daran teilhaben. Nicht selten sind die exklusiven Modelabels zu erschwinglichen Preisen in dem ein oder anderen Kaufhaus zu haben. Wie schön, wenn man es dann schafft, eines dieser limitierten Stücke zu erwerben und damit zum Ausdruck bringt, dass man zur Luxusgemeinde dazugehört. Es geht darum, zu zeigen, was man sich leisten kann. Man will sich präsentieren, sich von abheben oder eben gerade eine Zugehörigkeit zu einer bestimmten Schicht repräsentieren.

Beneidenswert, wer glücklich ist
Es ist fraglich, ob unsere Bedürfnisse tatsächlich durch den Luxuskonsum befriedigt werden. Wir Menschen befinden uns in einer Spirale. Wer viel hat, will immer mehr, ist nie zufrieden. Wer kennt es nicht, das Märchen vom Fischer und seiner Frau. Vom Aufstieg eine Paares aus der kleinen Hütte in einen Palast. Und dann, der Griff nach den Sternen. Die Frau nie zufrieden, immer nörgelnd - und am Ende folgt der Absturz in Nichts.

    “Willst Du reich werden, so vermehre nicht deine Güter,
    sondern verringere deine Wünsche.“
    (Epikur)

Dem Streben nach Luxus steht heute ein neuer Trend zur Bescheidenheit entgegen - eine neue Form des Luxus der Einfachheit, die vor allem immaterielle Güter wie Zeit, Ruhe und Stille in den Brennpunkt des Begehrens rückt. Bescheidenheit statt Gier. Denn wahrer Luxus ist nicht materiell. Und der größte Luxus, so hört man oft, ist die Zeit - allerdings von Menschen, die sonst schon alles haben.

Konsumforscher Reinhold Reith kennt sich mit Luxus aller Arten aus

Der Salzburger Konsumforscher Prof. Dr. Reinhold Reith beschäftigt sich seit langem mit dem Phänomen des materiellen Luxus. Der Universitätsprofessor für Wirtschafts- und Sozialgeschichte und Leiter des Fachbereiches Geschichte an der Universität Salzburg hat in den letzten Jahren zahlreiche Bücher und Aufsätze publiziert.

Fragen an Prof. Dr. Reinhold Reith zum Thema Luxus

Was versteht man unter Luxus?
Eine einfache Definition wäre die, zu sagen, Luxus ist das, was über die Notwendigkeit hinausgeht; es ist auch als das Überflüssige bezeichnet worden. Lexikalisch wird Luxus auch häufig mit Verschwendung gleichgesetzt. Luxus kann natürlich zum einen eine Verausgabung von Ressourcen sein, eine sinnlose Verschwendung von Ressourcen darstellen; es gibt allerdings auch Luxusprodukte, die sehr langlebig sind. Dazu zählen jegliche Formen von Antiquitäten, aber auch qualitativ hochstehende Produkte, die teilweise über Generationen vererbt werden.

Wie definiert der Staat Luxus?
Der Staat hat sehr bald auch die finanzielle Dimension, die fiskalische, steuerliche Dimension des Luxus entdeckt und bestimmte Güter aber auch Dienstleistungen steuerlich belastet; das kann bsw. eine Steuer auf Glas sein, auf Hunde, auf Kutschen bis hin zum Wein, Austern oder andere Produkte. Dies ist ein Prozess, der sich in der frühen Neuzeit vollzieht - der Staat beginnt, den Luxus steuerlich abzuschöpfen.

Inwiefern ist Luxus relativ?
Historisch gibt es sehr unterschiedliche Vorstellungen und Entwicklungen - vor allem, wenn wir die letzten 50 Jahre zurückblicken, können sehen, viele Produkte eine regelrechte Metamorphose durchlaufen. In den 50er Jahren war das Automobil noch ein Luxusprodukt. Der Volkswagen, die Automobilisierung, begann gerade in Deutschland. Viele dieser Produkte haben eine rasante Entwicklung durchlaufen und sind heute Gebrauchsgüter.

Will jeder Luxus zeigen?
Der materielle Luxus hat eigentlich immer eine demonstrative Komponente. Das Ziel ist die Zeichenhaftigkeit. Man will den Luxus zeigen. Ob es Kleidung ist, das Auto oder Dienstleistungen - man will sich präsentieren. Entweder um eine Differenz auszudrücken und sich dadurch abzuheben - aber auch, um Zugehörigkeit zu formulieren.

Wie ist das Verhältnis zwischen Luxus und Neid?
Luxus ist mit Neid immer verbunden, vor allem Luxus in der Form der Verschwendung, also wenn er als Prunk auftritt oder in einer provozierenden Form aufscheint. Ich könnte mir aber vorstellen, dass in Gesellschaften mit ausgeglicheneren Vermögensverteilungen das Phänomen des Neids etwas zurücktritt.

Macht Luxus glücklich?
Ob die Bedürfnisse tatsächlich durch den Luxuskonsum befriedigt werden können - ich bin skeptisch. Es gibt sicher eine Form der Bedürfnisbefriedigung, aber es gibt auch so etwas wie ein Spirale, d.h. dass Bedürfnisse nie völlig befriedigt werden können.

Gibt es nur Luxus und Notwendigkeiten oder Grauzonen?
Adam Smith hat die Unterscheidung zwischen Notwendigkeit und Luxus auch noch um eine dritte Gruppe erweitert, denn er hat gesagt, die Notwendigkeit, die necessities, sind das eine, dazwischen stehen aber noch die sogenannten Annehmlichkeiten, die commodities, und erst das dritte Segment ist dann der Luxus. Zu den commodities gehören Tee, Kaffee, Tabak, Möbel, bestimmte Ausstattungsgegenstände.

Wie ist der Zusammenhang zwischen Luxus und Macht?
Zwischen Luxus und Macht gibt es sicher einen ganz engen Zusammenhang; Repräsentation von Macht bedient sich immer oder meistens luxuriöser Formen. Ausgeprägt können wir das schon im alten Rom betrachten, wo wir auch diese Unterscheidung zwischen öffentlichem und privatem Luxus ganz deutlich beobachten können, wo Macht ohne Luxus undenkbar ist.

Hat Luxus auch Genzen ?

Luxus ist zunächst einfach mal durch die Kaufkraft begrenzt. Wir können uns nur das leisten, was wir finanzieren können. Materieller Luxus hat natürlich immer mit materiellen Ressourcen zu tun; da geht es auch um die Frage der Verfügbarkeit von materiellen Ressourcen. Es gibt Regionen, in denen Wasser insbesondere Trinkwasser natürlich ein außerordentlich knappes Gut ist und eigentlich fast als Luxusgut gehandelt und betrachtet werden kann.

Unser Verlangen nach immer mehr Luxus ist sogar messbar




Wissenschaftler testen seit einigen Jahren mit Hilfe des so genannten Neuromarketings, wie unser Gehirnauf Luxus-Reize reagiert. In einem Versuch werden Testpersonen Bilder von Autos gezeigt. Mit Hilfe einer Magnetresonanztomographie kann man dann mit Elektroden messen und auf Monitoren entsprechend erkennen, in welchem Bereich des Gehirns Aktivitäten auftreten.

Beim Anblick des ersehnten Artikels kommt es im zentralen Bereich des Gehirns zu einer erhöhten Aktivität und das Glückshormon Dopamin wird ausgeschüttet. Dieser Bereich des Gehirns wird auch als Belohnungssystem bezeichnet. Normalerweise passiert das nur bei Reizen, wie sie beim Essen oder Sex auftreten.

Inzwischen versuchen Konsumforscher diese Untersuchungen zu nutzen, um ihre Produkte genau auf die Wünsche der Konsumenten abzustimmen. Denn beim Anblick von Luxusartikeln laufen im Gehirn Vorgänge ab, die uns Aussicht auf Belohnung versprechen. Wir glauben zwar, dass wir uns aus rein rationalen Gründen für ein Produkt entscheiden, aber es sind immer Emotionen beteiligt. Und nicht alle Konsumenten mögen die gleichen Artikel, abhängig vom Alter und Geschlecht gibt es unterschiedliche Präferenzen.

Was für den einen der neueste Sportwagen, ist für den anderen ein schickes Handy. Wir machen das nach, was uns das Tierreich vormacht. Das Streben nach Luxus scheint ein universelles Prinzip in der Natur zu sein und in einem ganz und gar existenziellen Sinn notwendig.

In der Steinzeit war es für die Menschen nötig, Tiere (auch wegen ihrem Fell) zu töten, um den Winter zu überleben. Doch ist es in unserer heutigen Zeit überlebenswichtig, jegliche sorte von Kleintier zu töten, damit man für sich und seinen Hund einen rosafarbenen Pelzmantel hat?


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Streetart

Juni 3, 2008

Magazin Namensfindung

Juni 3, 2008

Da das Endprodukt ja ein Magazin/Zeitung sein soll, könnten wir doch hier einmal veruschen, einen Namen zu finden.

Bzw sollten wir herausfinden, was für ein Magazin thematisch gesehen entstehen soll.

Ein gesellschaftliches Magazin, od ein Design-/ Typomagazin…..

luxus